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18. Mai 2010 2 18 /05 /Mai /2010 07:56

 Erfolgreiche New Yorker Auktionen für Gegenwartskunst

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Andy Warhol: «Self Portrait», 1986. Bei Sotheby's in New York für 32,56 Millionen Dollar. (Bild: pd)

 

Christian Schaernack ⋅ Der New Yorker Auktionsmarkt zeigte sich auch in dieser Woche von seiner besten Seite. Als wäre nichts gewesen, möchte man fast meinen – keine Rezession, keine Währungsturbulenzen, kein überbordendes Schuldenproblem. Auch wenn die beiden Grossen, Sotheby's und Christie's, mit ihren Versteigerungen zeitgenössischer Kunst im Vorkrisenjahr 2007 noch Umsätze von jeweils über 300 Millionen Dollar verbuchen konnten, lassen die gegenwärtigen Werte erahnen, wie schnell die Erholung – zumindest hier – eingesetzt hat. So belief sich jetzt der Umsatz bei Sotheby's auf 190 Millionen Dollar, Christie's konnte gar 231,9 Millionen einspielen.

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Sichere Werte von Blue-Chip-Kunst

Dass dabei nicht nur Kunstliebhaber oder kurzfristig orientierte Spekulanten am Werk sind, wird vor dem Hintergrund der brodelnden weltwirtschaftlichen Kulisse nur umso deutlicher. Die Angst vor drohenden Inflationsgefahren ist greifbar, die Flucht in Sachwerte die logische Folge. Dazu gesellt sich ein eklatantes Vertrauensdefizit hinsichtlich der Mechanismen auf den klassischen Wertpapiermärkten, ein wahrnehmbarer Kontrollverlust zahlreicher Anleger, von dem gerade der Kunstmarkt, mit seinen ganz eigenen Gesetzmässigkeiten behaftet, zu profitieren scheint. Da mag sich der Kauf ausgewiesener Blue-Chip-Kunst der Nachkriegszeit derzeit als weit weniger riskant erweisen als die Investition in so manche Anleihe, von fragwürdigen Rating-Agenturen mit dem Status «AAA» bewertet.

 

So wurde der Auftakt zur Contemporary-Week am Hudson bei Christie's denn auch zu einem nahezu uneingeschränkten Erfolg. Lediglich 5 der 79 Lose fanden keine Käufer, während das Gesamtergebnis die Erwartungen deutlich übertreffen sollte. Vielleicht, so wurde gemunkelt, hätte die «Flag» von Jasper Johns noch ein bisschen mehr bringen können, aber die stolzen 28,6 Millionen Dollar, die ein amerikanischer Händler bereit war zu bewilligen, konnten sich schliesslich durchaus sehen lassen. Die Serie von Sternenbannern, die Johns ab Mitte der fünfziger Jahre fertigte, zählen zu den Ikonen der US-Kunst. Das mit einer Grösse von etwa 44 mal 68 Zentimeter relativ kleine Exemplar bei Christie's stammte aus dem Nachlass des 2008 verstorbenen Erfolgsautors Michael Crichton («Jurassic Park») und war Teil von dessen hochkarätigem Konvolut amerikanischer Nachkriegskunst, das nun zur Versteigerung gelangte.

Triumph amerikanischer Künstler

Crichton war über Jahrzehnte mit Künstlern wie Roy Lichtenstein oder David Hockney befreundet und erwarb wichtige Arbeiten nicht selten direkt aus den Ateliers, was die Provenienz nur umso interessanter – und wertsteigernder – machen soll-te. Ein weiterer Johns, «Study for a Painting» von 2002, ging für 5,3 Millionen an William Acquavella. Besonders gesucht sind auch die «Combines» von Robert Rauschenberg, assemblageartige Materialbilder aus den fünfziger und frühen sechziger Jahren. So war es auch kein Wunder, dass das «Studio Painting» des Künstlers seine Taxe (6 bis 9 Millionen) überstieg und für 11 Millionen Dollar einen Käufer fand – auch hier allerdings hatte so mancher Beobachter einen noch höheren Wert für möglich gehalten.

 

Amerikanische Kunst – und amerikanische Sammler – dominierten dann erneut die Szene am folgenden Abend bei Sotheby's, wenn auch hier ein höherer Anteil internationaler Bieter aktiv war als bei der Konkurrenz. Schon im Rockefeller Center hatte Andy Warhol zu den Gewinnern gezählt – eine «Silver Liz» von 1963 war dort unter Applaus auf einen Wert von 18,3 Millionen geschnellt –, doch der Spitzenpreis blieb einem der späten Selbstporträts des Pop-Art-Meisters mit schriller Perücke vorbehalten: Das überdimensional grosse, lila Werk war einem Käufer nach intensivem Bietgefecht schliesslich 32,6 Millionen Dollar wert und erzielte damit mehr als das Doppelte des oberen Schätzpreises.

 

War das Angebot von Sotheby's während der vergangenen Auktionswoche mit Kunst des Impressionismus und der klassischen Moderne noch durchsetzt mit allerlei Mittelmass, konnte das Auktionshaus nun mit seinem Angebot an Gegenwartskunst aus dem Vollen schöpfen. So erzielte ein herrliches Gemälde in Rot und in einwandfreiem Zustand von Mark Rothko bei einer Schätzung von 18 bis 25 Millionen Dollar beachtliche 31,4 Millionen Dollar. Ein oft publiziertes – wenn auch kleines – «Drip Painting» von Jackson Pollock aus dem Jahre 1948 kam für 8,7 Millionen in neue Hände. Und auch die jüngere Garde konnte reüssieren, wobei ein Werk von Maurizio Cattelan mit 7,9 Millionen Dollar gar einen Auktionsrekord für eine Arbeit des Künstlers verbuchte. Bezeichnenderweise blieben am Mittwoch bei Sotheby's denn auch lediglich drei Arbeiten unverkauft....

 

Quelle: http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/kunst_architektur/warhol_johns_und_rothko_1.5720767.html

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Published by Ernst Koch - in Kunstmarkt
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