Die Ausstellung Taswir - Islamische Bildwelten und Moderne im Martin-Gropius-Bau zeigt Objekte der klassischen Islamischen Kunst im Dialog mit modernen und
zeitgenössischen Künstlern aus einem überwiegend islamisch geprägten Kontext. Dabei bilden Kalligraphie, Ornament und Miniatur die großen Themenbereiche der Ausstellung, die assoziativ Altes mit
Neuem verbindet.
Entgegen der weit verbreiteten Annahme, dass die klassische Islamische Kunst von einem Bilderverbot geprägt war, weist der Ausstellungstitel "TASWIR", der im im Arabischen, Persischen und im
Osmanisch-Türkischen u.a. Darstellung, Abbild oder Zeichnung bezeichnet, auf einen weiteren Ansatz im Ausstellungskonzept hin. Die Kuratoren von Taswir (Almuth Bruckstein und Hendrik Budde)
wollten keine chronologische oder regionale Sichtweise auf die Islamische Kunst eröffen, vielmehr steht eine poetische Assoziation des Bildhaften im Vordergrund.
Unterschiedliche Themen-Räume wie bspw. "Utopie des Textes" oder "Kaba" veranschaulichen kaleidoskopartig Aspekte der klassischen Bildtraditionen und die Auseinandersetzung mit islamischen
Bildwelten aus aktueller künstlerischer Sicht.
Ein weiterer Raum in der Taswir Ausstellung ist dem Thema "Face and Effaced Face" gewidmet, in dem wir auf die Künstler Ali Kaaf und Taysir Barkaoui trafen und mit ihnen über ihre Werke
sprachen.
Werke der zeitgenössischen Künstler sind u.a. von Walid Raad (Libanon/USA), Parastou Forouhar (Iran/Deutschland), Mona Hatoum (Libanon/Großbritannien), Taysir Batniji (Palästina/Frankreich),
Susan Hefuna (Äqypten/Deutschland), Rebecca Horn (Deutschland), Ali Kaaf (Syrien/Deutschland), Wolfgang Laib (Deutschland) oder Hale Tenger (Türkei).
Die Werke der klassischen Islamischen Kunst stammen u.a. aus der Eremitage Sankt Petersburg, dem British Museum und der British Library London, die Bibliothèque nationale de France, dem
Gulbenkian Museum Lissabon und das Museum für Islamische Kunst SMB.
Zur Taswir Ausstellung erscheint ein Katalog.
Öffnungszeiten: Mittwoch bis Montag | 10–20 Uhr, Dienstag geschlossen
Ausstellungsdauer: 5. November 2009 bis 18. Januar 2010
Martin-Gropius-Bau Berlin
Niederkirchnerstraße 7 | Ecke Stresemannstr. 110
10963 Berlin
Tel +49 (0)30 254 86-0
gropiusbau.de
ct
Quelle: http://www.art-in-tv.de/video_zur_ausstellung.php
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