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26. Dezember 2009 6 26 /12 /Dezember /2009 11:07

Im ZDF ist gestern und heute der Zweiteiler "Trenck, - zwei Herzen gegen die Krone" zu sehen. Das turbulente und äusserst interessante Leben des Freiherrn Friedrich von der Trenck spielte sich in einer Zeit der Hochblüte der Künste ab. Viele Gemälde die zu dieser Zeit entstanden, sind heute in Museen und Schlössern zu bewundern...



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Friedrich der Grosse (dpa)


Trenck – Ein Abenteurer endet auf dem Schafott

Von Jan von Flocken


12. Januar 2008, 11:36 Uhr


Über den Gefangenen auf der Festung Magdeburg sprach man nur hinter vorgehaltener Hand. Es sollte sich um einen gefährlichen Feind König Friedrich II. von Preußen handeln, der um ein dunkles Familiengeheimnis der Hohenzollern wusste. Aber Friedrich Freiherr von der Trenck war womöglich nur Opfer seiner Prahlerei.

Friedrich Freiherr von der Trenck
Foto: bifab

Friedrich Freiherr von der Trenck (1726-1794)


Der gescheite Offizierssohn fiel König Friedrich II. bei einer Inspektionsreise nach Ostpreußen auf. Trenck, 1726 in Königsberg geboren, sah blendend aus, gab schlagfertige Antworten und schien prädestiniert für eine militärische Laufbahn. 1744 trat er in die preußische Armee ein und wurde Ordonnanzoffizier des Königs. Bald kannte die ganze Garnisonstadt Potsdam den schneidigen Kavalleristen, der keinem Duell und keiner Rauferei aus dem Weg ging.


In jene Zeit fällt eine Begebenheit, die sein gesamtes Leben bestimmen sollte: Trenck lernte in Berlin „eine große Dame“ kennen und beide entbrannten in „beiderseitiger erster Liebe“, heißt es in seinen Memoiren und: „Ihrem Umgang habe ich die Politur meiner sittlichen und persönlichen Eigenschaften zu verdanken.“ Jene Dame unterstützte ihren Liebhaber mit erheblichen Geldbeträgen, so dass er sich „auf allen Seiten glücklich“ fühlte.


Doch schon ein Jahr später fand das Idyll ein jähes Ende. Am 28. Juli 1745 wurde Trenck auf Befehl des Königs verhaftet und in der schlesischen Festung Glatz interniert. Offizieller Grund war die Korrespondenz mit seinem Vetter Franz, der als Oberst der Panduren im Dienst Österreichs stand, einem Land, gegen das Preußen gerade Krieg führte. Die Haftbedingungen kann man durchaus komfortabel nennen.


Trenck berichtet von allerlei Annehmlichkeiten, „so durfte ich auch in der Festung herumspazieren“. Als Anlass seiner Internierung vermutete der Gefangene ganz andere Gründe als den Briefwechsel mit seinem Cousin. Offenbar hatte der König von gewissen nächtlichen Abenteuern Trencks erfahren. Voller Ungeduld brach er schließlich 1746 gewaltsam aus, was Friedrich II. als Schuldgeständnis wertete.

 

Trencks zweite Inhaftierung

Trenck bot seine Dienste nun Kaiserin Maria Theresia an und prozessierte in Wien um das Erbe seines 1749 im Kerker gestorbenen Vetters Franz. Der Zorn des Preußenkönigs schwebte wie ein Damoklesschwert immer über ihm. Als 1754 seine Mutter in Danzig starb, wollte Trenck dorthin reisen. Seine Wiener Widersacher verrieten diesen Plan, und als Trenck im Mai preußisches Territorium streifte, wurde er wieder verhaftet und auf der Festung Magdeburg interniert.

Diesmal waren die Haftbedingungen alles andere als komfortabel. Der König höchstselbst befahl, den Freiherrn in einer dunklen Zelle auf der Sternschanze festzusetzen. Nach einem Fluchtversuch wurde er mit schweren Ketten an Hals, Armen und Beinen an die Wand geschmiedet.

Diese für den Rechtsstaat Preußen ungewöhnlich despotische Maßnahme erregte Aufsehen. Gerüchte verdichteten sich, jene „große Dame“ sei die jüngste Schwester des Königs, Prinzessin Amalie, gewesen. Friedrich sei über ihr intimes Verhältnis zu Trenck entsetzt und wohl auch eifersüchtig gewesen. 1751 hatte er Amalie ins Kloster Quedlinburg als Äbtissin gesteckt.

Im Normalfall geschah das aus Versorgungsgründen für Prinzessinnen, die keinen standesgemäßen Bräutigam bekamen, weil sie unattraktiv, zu alt oder arm waren. Doch Amalie wird übereinstimmend als hübscheste der sechs Friedrich-Schwestern bezeichnet, zählte erst 27 Jahre, als sie ins Kloster musste und war als Angehörige des preußischen Königshauses gewiss nicht arm. Also konnte nur etwas anderes dahinter stecken.

 

Freilassung und Odysee durch Europa

 

Trencks österreichische Verwandtschaft erreichte endlich, dass Kaiserin Maria Theresia sich für den Gefangenen einsetzte. 1763, nach fast neunjähriger Haft, wurde er freigelassen. Da es keine Möglichkeit mehr gab, Amalie wiederzusehen, zog der Freiherr rastlos durch Europa, mal in kaiserlichen, mal in russischen Diensten, querulierend, duellierend, prozessierend.

1786 veröffentlichte er seine Memoiren, die heute noch spannend zu lesen sind, nicht zuletzt aufgrund der Fabulierfreude des Autors. Trenck zeigte sich diskret genug, bei der Schilderung seiner Liebschaften den Namen Amalie von Preußen nie zu erwähnen, doch jeder kundige Leser wusste, von wem die Rede war.

Während der Französischen Revolution begab sich Trenck nach Paris und beobachtete das Geschehen, um neuen Stoff für seine Erzählungen zu sammeln. Als die blutige Jakobinerdiktatur 1793/94 in jedem Ausländer einen Spion witterte, geriet auch der Preuße Trenck in die Fänge ihrer Revolutionsjustiz.

Als angeblicher Geheimagent Österreichs wurde er verhaftet und des „verschwörerischen Briefwechsels mit Kaiser Joseph II.“ angeklagt. Dieser Monarch war schon vier Jahre zuvor gestorben. Im Schnellverfahren empfing Trenck sein Todesurteil und rief den Richtern zu: „Friedrich von Preußen war groß und erbärmlich. Ihr seid nur erbärmlich!“


Am 25. Juni 1796 bestieg der abenteuernde Trenck das Schafott. Nur zwei Tage später stürzte das Parlament die Jakobiner – sämtliche politischen Gefangenen wurden freigelassen.

Quelle: http://www.welt.de/wissenschaft/history/article1525827/Trenck_Ein_Abenteurer_endet_auf_dem_Schafott.html



Ständige Ausstellung über

das Leben und Wirken

des Preußenkönigs

Friedrich dem Großen

 

 

 

 




Adresse:

Freunde des Lerchennestes e.V.

Friedrich der Große - Museum

Lerchenneststraße 18

74889 Sinsheim-Steinsfurt

GPS: N +49°14’18’’ E +8°54’13’’

Öffnungszeiten:

Sonn- und Feiertage: 14.00 - 16.30 Uhr

und zusätzlich nach telefonischer Vereinbarung

Kontakt:

Hans-Ingo Appenzeller 07261 61496

Herbert Hecker 07261 61691

 

 


Quelle: http://www.sinsheim.de/servlet/PB/show/1940399/FlyerLerchennest297x210_MARZ20092.pdf

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Published by Ernst Koch
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