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9. Juni 2010 3 09 /06 /Juni /2010 09:09
8. Juni 2010, Neue Zürcher Zeitung

Eine Ausstellung in Augsburg beleuchtet das Werk von Johann Evangelist Holzer

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Johann Evangelist Holzer (1709-1740) war ein manchmal fast kühner Bilderfinder und ein Meister der barocken Helldunkelmalerei: «Der christliche Herkules», 1736. (Bild: PD)
 
 
Johann Evangelist Holzer war vor allem als Maler von Fresken und Altarbildern bekannt. Seine Frömmigkeit prägte auch die Inhalte seiner Bilder, und er bereicherte die Ikonographie religiöser Darstellungen um so manche Erfindung. Besonders berühmt ist sein zerstörtes Kuppelfresko in Münsterschwarzach.

 

Sergiusz Michalski

 

 

«Gleich am Eingange, wo man sich hinstellen muss, um das Innere derselben in seiner Ganzheit aufzufassen, blieb ich stehen und schwang mich auf Geistesflügeln in die hohe Kuppel hinauf die sich durch die herrlichen Freskogemälde in die Unendlichkeit der Gottheit zu verlieren schien.» Mit diesen enthusiastischen Worten, niedergeschrieben 1805, bezeichnenderweise während der Dominanz eines antibarocken Klassizismus, beschrieb der Theologe und Gelehrte Franz Nikolaus Baur die barocke Ausmalung der Kuppel der Benediktinerabtei in Münsterschwarzach. Zwanzig Jahre später wurde aber diese Abteikirche abgetragen, und mit ihr verschwand ein Meisterwerk der barocken Freskenmalerei in Europa. Sein Schöpfer, der Tiroler Maler Johann Evangelist Holzer (1709–1740), erscheint aus der vergleichenden Perspektive als das vielleicht grösste Maltalent des süddeutschen Barock: Holzers früher Tod hat eine sich erstaunlich schnell entwickelnde künstlerische Karriere unterbrochen, der es vielleicht beschieden gewesen wäre, die Dominanz des Kunstmodells der Gebrüder Asam in Süddeutschland und in den angrenzenden Gebieten zu brechen.

 

Die computersimulierte Rekonstruktion der famosen Kuppel gehört zu den Highlights der jetzt, 300 Jahre nach Holzers Geburt, eröffneten umfassenden Augsburger Ausstellung zum Schaffen des Künstlers, in der viele Gemälde und grafische Arbeiten präsentiert werden. In Augsburg ist die Exposition auf zwei Häuser (Barockgalerie im Schaezlerpalais, Diözesanmuseum) aufgeteilt, anschliessend soll sie nach Eichstätt und Innsbruck gehen. Während Holzers Entwürfe für die barocken Thesenblätter nur in Augsburg zu sehen sind, wird die Schau in Eichstätt unter anderem seine Altarbilder in der Eichstätter Schutzengelkirche und das Deckengemälde in der ehemaligen Sommerresidenz in den Ausstellungsparcours einbeziehen; in Innsbruck soll der Versuch einer Verbindung aller Themenkomplexe unternommen werden.

Barocke Polaritäten

Durch seine Schulung beim Augsburger Kunstakademierektor Johann Georg Bergmüller, aber auch durch seine persönlichen Vorlieben orientierte sich der junge Maler bis in die Mitte der 1730er Jahre in seinen Gemälden an einem venezianisch-neapolitanischen Mischstil, wie er zu dieser Zeit auch in der österreichischen Malerei vorherrschte. (Die die Gemälde Holzers besprechenden Essays des Augsburger Katalogs lassen aber gerade in der Frage der Frühwerke eine präzisere ableitende Stilanalyse vermissen.) Zwei wichtige Gemälde des Jahres 1734 – «Der Sturz des Heidentums» und die «Übergabe des Rosenkranzes an den hl. Dominikus und die hl. Rosa von Lima» – zeigen sehr anschaulich die barocken Polaritäten des frühen Holzer. Dazu kamen noch in seiner religiösen Druckgrafik offensichtliche Einflüsse Rembrandts und im grafischen Jahreszeitenzyklus ein starker Einfluss der Watteau-Motivik. In seinen letzten Jahren gewann das Kolorit Holzers einen weissgelblich-schmelzigen Glanz («Selige Mechthild», 1737) der eine neue Bildästhetik zu verheissen schien. Dagegen sind die vielen von Holzer geschaffenen sogenannten Thesenblätter, die die akademischen Doktordisputationen begleiteten, in erster Linie von thematischem Interesse...

 

 

Johann Evangelist Holzer (1709–1740). Maler des Lichts. Schaezlerpalais und Diözesanmuseum, Augsburg. Bis 20. Juni 2010. In Eichstätt (Diözesanmuseum) vom 14. Juli bis 31. Oktober 2010. In Innsbruck (Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum) vom 3. Dezember 2010 bis 14. März 2011. Katalog € 34.95.
 
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Published by Ernst Koch - in Ausstellung
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