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11. Mai 2010 2 11 /05 /Mai /2010 13:28

Impressionismus und Moderne

Moderne und Impressionismus gehen gut in New York. Aber ein Kinderspiel waren die Prestige-Auktionen des Frühjahrs nicht: die Bilanz.

Von Lisa Zeitz, New York

 

 

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Georges Braque, „La Treille“ um 1953/1954, Öl und Sand auf Leinwand, 130 mal 130 cm, für 9 Millionen Dollar bei Christie's

(3/5 Millionen Dollar)

 

 

08. Mai 2010 

Die starken Ergebnisse der New Yorker Abendauktionen mit Impressionismus und Moderne werden allseits dankbar aufgenommen. Doch die Stimmung war nicht gerade übermütig. Beide Auktionatoren, Christopher Burge bei Christie's und Tobias Meyer bei Sotheby's, mussten dem Publikum die zähen Gebote mühevoll abringen.Den fulminanten Auftakt machte Christie's mit der Brody-Collection, deren 27 Lose ausnahmslos Käufer fanden und zusammen fast 224 Millionen Dollar einspielten. Zum teuersten Kunstwerk, das überhaupt je versteigert wurde, schwang sich Picassos 162 mal 130 Zentimeter großer „Nu au plateau de sculpteur“ auf, gemalt an einem einzigen Tag am 8. März 1932. Es ließ die Schätzung von siebzig bis neunzig Millionen Dollar hinter sich und wurde bei 95 Millionen Dollar einem anonymen Bieter zugeschlagen, der am Telefon mit dem Christie's-Experten Nick Hall verbunden war.

 

Inklusive Aufgeld ist das eine Summe von 106,48 Millionen Dollar - damit rund zwei Millionen Dollar mehr als der Preis, den angeblich die brasilianische Milliardärin Lily Safra vor drei Monaten für Giacomettis Bronze „L'homme qui marche“ bezahlt hat. Picassos Bild mit seiner schlafenden Geliebten Marie-Thérèse Walter in schwungvollen rosa Kurven hatte das Ehepaar Brody 1951 bei dem nach New York ausgewanderten Pariser Kunsthändler Paul Rosenberg gekauft, der sie selbst 1936 direkt bei Picasso erwarb. Der jetzige Käufer blieb ein Geheimnis. Seine Identität, so Christopher Burge nach der Auktion, würde er nicht einmal unter Folter preisgeben.

 

Besonders erfolgreich bei den Brody-Losen war auch Giacomettis dunkelbraun patinierte „Grande tête mince“. Der Guss aus dem Jahr 1955, geschätzt auf 25 bis 35 Millionen, ging für 47,5 Millionen Dollar an den Kunsthändler Guy Bennett vorne im Saal. Er leitete bis vor kurzem die Abteilung Impressionismus und Moderne bei Christie's in New York und hat sich dann selbständig gemacht. Ebenfalls aus Brody-Bestand stammt Braques spätes, großes und prächtiges Interieur mit Blumenstillleben in Öl und Sand auf Leinwand: „La Treille“ wurde einem anonymen Telefonbieter für neun Millionen Dollar (Taxe 3/5 Millionen) zugeschlagen und markiert damit einen Auktionsrekord für den Künstler.

 

Ein Raffaeli-Rekord

Von den folgenden 36 Losen blieben dreizehn unverkauft, darunter Kees van Dongen, Salvador Dalí und, besonders schmerzhaft, Edvard Munchs Allegorie der Fruchtbarkeit, die auf 25 bis 35 Millionen Dollar geschätzt war. Doch es gab auch beachtliche Erfolge. Die 1881 gemalten „Les buveurs d'absinthe“ von Jean-François Raffaeli aus der Sammlung von Raymond und Miriam Klein waren dem San Francisco Museum of Art das Gebot von 2,6 Millionen Dollar wert, rund das Fünffache der Taxe (und ein Rekordpreis für den Künstler). Picassos spätes Gemälde einer „Femme au chat assise dans un fauteuil“ in Blau- und Grautönen ging für sechzen Millionen Dollar (10/15 Millionen) an den griechischen Sammler Dimitri Mavrommatis.

 

Beide Häuser, Sotheby's wie Christie's, verdreifachten ihre Umsätze der Abendveranstaltungen im Vergleich zum schwachen Mai 2009. Bei Christie's verkauften sich 56 von 69 Losen für insgesamt 336 Millionen Dollar inklusive Aufgeld (Gesamttaxe 263 bis 368 Millionen). Sotheby's brachte 50 von 57 Losen an den Mann und erzielte damit 196 Millionen Dollar brutto (Gesamttaxe 141 bis 204 Millionen).

Mit einem „unwiderruflichen Gebot“ versehen

Das Angebot bei Sotheby's war nicht ganz so spektakulär wie bei Christie's, aber auch hier freute man sich am Ende des Abends über mehr als solide Ergebnisse. Das teuerste Los wurde, wie erwartet, Matisses „Bouquet de fleurs pour le Quatorze Juillet“ von 1919. Bevor der Auktionator Tobias Meyer das Los aufrief, wies er darauf hin, dass es mit einem „unwiderruflichen Gebot“ versehen war, das heißt, Sotheby's hatte mit einer dritten Partei ein finanzielles Arrangement für den garantierten Verkauf des Werks vereinbart. (Diese Praxis setzt auch Christie's immer öfter ein; dort betraf sie zum Beispiel den Rekord-Picasso.)

 

Mit 25,5 Millionen Dollar wurde der schöne Matisse aus der Sammlung von Viviane Jutheau de Witt knapp oberhalb der Taxe zugeschlagen; 1982 hatte das Bild bei Drouot umgerechnet rund 1,5 Millionen Dollar gekostet, was damals der höchste Preis war, der je auf einer Auktion in Frankreich erzielt worden war.

 

-FC8CA489-5F19-4DF5-84B6-C9D84B3BB770-Picture.jpg   Salvador Dalí, „Spectre du soir sur la Plage” von 1935, Öl auf Leinwand, 50 mal 61 cm, für 5 Millionen Dollar bei Sotheby's  (Taxe 4/6 Millionen)

Bronzen für mehr als 20 Millionen Dollar

Besonders aktiv beteiligten sich bei Sotheby's asiatische Sammler. Modiglianis Porträt seiner blauäugigen Geliebten „Jeanne Hebuterne au collier“ aus den Jahren 1916/17 überrundete knapp die obere Taxe und ging für 12,25 Millionen Dollar an einen japanischen Telefonbieter. Die chinesische Sotheby's-Expertin Xin Li übermittelte viele Gebote, unter anderem für einen Sammler, der sich sowohl Monets impressionistische Ansicht der Seine „Fin d'apres-midi, Vetheuil“ für 5,5 Millionen Dollar (2,8/3,5 Millionen) sicherte, als auch Dalís surrealistische Wüstenlandschaft „Spectre du soir sur la plage“ für fünf Millionen (4/6 Millionen): Das ist der höchste Preis, den bisher ein Werk von Dalí erzielt hat. Ein anderer asiatischer Kunde bewilligte telefonisch 13,5 Millionen Dollar (10/15 MIllionen) für Monets „Effet de printemps a Giverny“, eine entzückende, blau und grün flimmernde Landschaft mit Heuhaufen und Schäfchenwolken.

 

Bronzeplastiken für insgesamt mehr als zwanzig Millionen Dollar ersteigerte ein Käufer mit der Bieternummer 25, darunter Isamu Noguchis frühe, erstaunlich naturalistische Bronze „Undine (Nadja)“. Das Unikat stammt aus dem Jahr 1927 und ist nach einer russischen Ballerina modelliert, die damals Noguchis Geliebte gewesen sein soll und für ihren erotischen Schlangentanz berühmt war. Sie ließ ihre Schätzung von 600.000bis 900.000 Dollar weit hinter sich und kletterte bis auf 3,7 Millionen Dollar, ein neuer Rekord für den Bildhauer, der eigentlich für seine minimalistischen Skulpturen bekannt ist....

 

 

 

 

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Isamu Noguchis Bronze-Unikat „Undine (Nadja)”, entworfen 1926, gegossen 1927,

195 cm hoch, für 3,7 Millionen Dollar (Taxe 600.000/900.000 Dollar)

 

 

 

 

Text: F.A.Z.
Bildmaterial: Christie's, Sotheby's  
Quelle: : http://bit.ly/bOMEo4

 

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Published by Ernst Koch - in Kunstmarkt
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