Ausstellung

Friday, 6. august 2010 5 06 /08 /Aug. /2010 08:42

28 / 07 / 2010

 

National Gallery of Scotland

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Bürgerliches Sommeridyll: Die üppigen "Lotus Lilies" (1888, 46 x 81 cm) von Charles Courtney Curran zeugen von der Garten-
begeisterung der amerikanischen Freilichtmaler um die Jahrhundertwende (Courtesy Terra found. for American Art)
IM RAUSCH DER TEICHE UND ROSEN
 
Kunstliebhaber kommen in der großen Schau zur Entwicklung impressionistischer Gärten in der National Gallery of Scotland in Edinburgh ebenso auf ihre Kosten wie Gartenenthusiasten.
 
// HANS PIETSCH

 

 

"Als Renoir durch die Tür trat, war er sofort von dem Garten verzaubert", erinnert sich Georges Rivière an das neue Atelier, das sein Freund in Montmartre anzumieten gedachte. 14 Jahre später, im Jahr 1890, schlug der Schriftsteller Octave Mirbeau seinem Freund Claude Monet ein Treffen mit dem Maler Gustave Caillebotte vor, "um über das Gärtnern zu sprechen".

 

Pierre Bonnard und Edouard Vuillard wiederum waren "entzückt", als sie im Sommer 1913 Max Liebermanns Gartenparadies am Berliner Wannsee besuchten. Und Monet selbst schließlich hielt seinen heute berühmten Garten bei Giverny für größere Kunst als seine Leinwände und nannte ihn "das schönste Kunstwerk"....

 

"Impressionist Gardens"

Termin: 31. Juli bis 17. Oktober, zweite Station: Museo Thyssen-Bornemisza, Madrid, 16. November bis 14. Februar 2011, Der Katalog erscheint bei Thames & Hudson und kostet 14,95 Pfund

http://www.nationalgalleries.org

 

Quelle: http://www.art-magazin.de/kunst/32014/impressionist_gardens_national_gallery_of_scotland

von Ernst Koch - veröffentlicht in: Ausstellung
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Tuesday, 27. july 2010 2 27 /07 /Juli /2010 09:45
22. Juli 2010, Neue Zürcher Zeitung

Der junge Jan Vermeer und sein Fälscher Han van Meegeren in Ausstellungen in Den Haag und Rotterdam

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Skandalumwitterte Nachempfindung – das 1937 von Han van Meegeren gemalte und 1938 als Werk von Vermeer verkaufte «Emmausmahl». (Bild: PD)
Ende des 19. Jahrhunderts stiess man auf einen neuen Vermeer: den des klassizistischen und caravaggistischen Frühwerks. Diesem «jungen Vermeer» widmet sich nun eine Ausstellung im Mauritshuis, während parallel dazu in Rotterdam die gefälschten frühen «Vermeers» des Han van Meegeren beleuchtet werden.

Manfred Schwarz

 

Gefühle der Weihe wird man wohl angesichts des «Emmausmahls» nicht empfinden, auch nicht beim besten Willen. Aber trotzdem lässt uns dieses einst als Meisterwerk gefeierte Gemälde nicht kalt. Es berührt uns sogar noch heute: Es amüsiert uns ganz kolossal. Unaufhörlich müssen wir schmunzeln, wenn wir vor diesem Gemälde stehen, weil doch schon auf den ersten, flüchtigen Blick zu erkennen ist, dass es sich hierbei um alles Mögliche handeln mag – gewiss aber nicht um ein Meisterwerk. Und schon gar nicht um eines des Jan Vermeer. Als solches aber wurde es 1938 an genau diesem Ort zum ersten Mal ausgestellt, im Rotterdamer Museum Boijmans Van Beuningen: als sensationelle Neuentdeckung (und überdies als exorbitant teure Neuerwerbung). Als ein bis dahin unbekanntes Gemälde aus dem rätselhaften Frühwerk des Delfter Malers. Ja, mehr noch: als sein wohl grösstes Meisterwerk überhaupt....

 

 

 
Der junge Vermeer. Mauritshuis, Den Haag. Bis 22. August 2010, anschliessend in Dresden und Edinburg. – Die falschen Vermeers des van Meegeren. Museum Boijmans Van Beuningen, Rotterdam. Bis 22. August 2010.
 
 

 

 

von Ernst Koch - veröffentlicht in: Ausstellung
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Friday, 23. july 2010 5 23 /07 /Juli /2010 14:57

23 / 07 / 2010

 

Dialog in Bildern

 

Possierlich und grotesk
Postkarte von Franz Marc an Lily Klee vom 6.3.1913, Franz Marc: "Zwei Katzen", 1913, Bleistift, Tusche, Gouache auf Postkarte, 9 x 14 cm (Franz Marc Museum, Kochel am See, Dauerleihgabe aus Privatbesitz)
 
POSSIERLICH UND GROTESK
 
Während der erste Weltkrieg tobte, verband die Maler Paul Klee und Franz Marc eine enge Freundschaft. Eine Ausstellung illustriert die Beziehung der beiden Künstler.
 
// SANDRA DANICKE

 

 

Als Franz Marc Paul Klee schließlich das Du anbietet, fühlt er sich "unsagbar einsam in Deutschland". Es ist der 23. Oktober 1914, kurz zuvor war sein enger Freund August Macke im Ersten Weltkrieg gefallen, als Marc mit rührenden Worten auf einer Feldpostkarte um Klees Freundschaft wirbt: "Lieber Klee, gib du mir wenigstens die Hand u. laß uns brüderliche Freunde werden, über dem Grabe dieses anderen guten; so bin ich wenigstens nicht ganz allein; willst du?"

 

Klee antwortet fünf Tage später: "Lieber Franz, ich bin schon lang Dein guter Freund und es ist mir eine seltene Freude zu wissen, dass diese Freundschaft von Dir ganz erwidert wird." Bereits anderthalb Jahre später fällt auch Marc dem Krieg zum Opfer, als er bei Verdun von einem Granatsplitter in die Schläfe getroffen wird. Franz Marc und Paul Klee lernten sich 1912 bei der Vorbereitung für die zweite Ausstellung des "Blauen Reiters" kennen. Ihr freundschaftlicher Kontakt, der für die Entwicklung beider Künstler von großer Bedeutung sein wird, schlägt sich in einem intensiven Briefwechsel nieder; ab 1913 kam der Austausch illustrierter Postkarten hinzu.

 

Mindestens 24 solcher Karten gingen zwischen Februar 1913 bis März 1914 zwischen den Ehepaaren Marc in Sindelsdorf und Klee in München hin und her...

 

"Paul Klee - Franz Marc: Dialog in Bildern"

Termin: bis 3. Oktober 2010, Franz-Marc-Museum, Kochel am See; Weitere Stationen: Stiftung Moritzburg, Halle, 22. Oktober bis 31. Dezember 2010; Zentrum Paul Klee, Bern, 28. Januar bis 30. April 2011. Neben einem Katalog (36 Euro) erscheint die vollständige Korrespondenz zwischen Klee und Marc als Buch (44 Euro), beides im Nimbus Verlag

http://www.franz-marc-museum.de

 

Quelle: http://www.art-magazin.de/kunst/31898/paul_klee_und_franz_marc_dialog_in_bildern

 

von Ernst Koch - veröffentlicht in: Ausstellung
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Tuesday, 20. july 2010 2 20 /07 /Juli /2010 11:17

08 / 07 / 2010

Köln

 
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Roy Lichtenstein: "Still Life after Picasso", 1964, Magna auf Plexi, 122 x 153 cm (© VG Bild-Kunst, Bonn 2010)
 
MEISTERWERK UND SCHNULZE
 
Das Museum Ludwig zeigt den Pop-Art-Künstler als Interpret der Klassischen Moderne. Roy Lichtenstein gab Mondrian in einem Stillleben die Gegenständlichkeit zurück und ließ blonde Schönheiten surreale Tränen weinen.
 
// MICHAEL KOHLER

 

 

Man könnte über Roy Lichtensteins berühmten Comicbildern beinahe vergessen, dass er nicht allein als ironischer Liebhaber der banalen Massenproduktion bekannt wurde, sondern auch als Parodist der gestischen Malerei. Für seine frühen "Brushstroke"-Gemälde projizierte er grobe Pinselstriche auf die Leinwand, malte sie minutiös nach und machte sich damit über die intellektuelle "Aufgeblasenheit" des Abstrakten Expressionismus lustig.

 

 

 

 

 

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Roy Lichtenstein: "Laocoon", 1988, Öl und Magna auf Leinwand, 305 x 259 cm (© VG Bild-Kunst, Bonn 2010)

 

 

 

Neben Comics und Werbegrafiken verwandelte er außerdem zahlreiche moderne Klassiker der Malerei in überlebensgroße Schnulzen. Er tauchte die "impressionistische" Kathedrale von Rouen in einfarbiges Licht, ..

 

 

"Roy Lichtenstein. Kunst als Motiv"

Termin: bis 3.Oktober, Museum Ludwig in Köln. Der Katalog erscheint im DuMont Buchverlag und kostet im Museum 35 Euro, im Buchhandel 49,95 Euro

 

http://www.museenkoeln.de

 

Quelle: http://www.art-magazin.de/kunst/31449/roy_lichtenstein_koeln

 

 

von Ernst Koch - veröffentlicht in: Ausstellung
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Wednesday, 7. july 2010 3 07 /07 /Juli /2010 10:30

06 / 07 / 2010

Kunstmuseum Bonn

 
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Thomas Arnolds: "Küche III", 2008
 
ALTER GLANZ, AUFPOLIERT
 
Im Kunstmuseum Bonn stellen die Großen der rheinischen Szene den künstlerischen Nachwuchs vor.
 
// MICHAEL KOHLER, BONN

 

 

Seit sieben Jahren gibt es in Düsseldorf das Fotoarchiv der rheinischen Kunstszene, und es dokumentiert die einstige Größe der Region eindrucksvoller als jede Ausstellung. Auf einer Aufnahme ist Nam June Paik mit Klorolle und Klavier zu sehen, auf einer anderen rastert Sigmar Polke gerade ein Gemälde. Gerhard Richter posiert vor den gespreizten Beinen eines weiblichen Akts, Joseph Beuys schart seine Schüler um sich und Blinky Palermo und Imi Knoebel machen es sich am Katzentisch des Kunstmarkts gemütlich.

 

 

Die Fotografien führen zurück in eine Zeit, in der wesentliche Teile der künstlerischen Avantgarde am Rhein zu Hause waren und die Art Cologne zum Nabel des internationalen Kunstmarkts wurde. Eher unfreiwillig zeigt die Sammlung auch, wie der Glanz allmählich schwindet: Außer der bedeutenden, aber in sich geschlossenen Becher-Schule sind in den letzten beiden Jahrzehnten zwar einzelne Talente aus der rheinischen Kunstszene hervorgegan­gen, aber keine prägenden Impulse mehr.

 

Im Kunstmuseum Bonn soll der Glanz nun wieder aufpoliert und zu einem weithin sichtbaren Aufbruchsignal werden. Unter dem Titel "Der Westen leuchtet" stemmt das Haus eines der ehrgeizigsten Ausstellungsprojekte seiner Geschichte: Bedeutende Künstler der älteren Generation übernehmen Patenschaften für junge Talente aus der Region und stellen diese in gemeinsamen Räumen neben eigenen, in den letzten Jahren entstandenen Werken vor. Auf der Liste der 16 Paten – darunter Tony Cragg, Isa Genzken, Jürgen Klauke, Thomas Schütte, Katharina Sieverding oder Rosemarie Trockel – findet sich beinahe alles, was in der Kunstwelt von Nordrhein-Westfalen Rang und Namen hat. Arbeiten von Joseph Beuys, Imi Knoebel, Blinky Palermo, Sigmar Polke und Gerhard Richter bilden den historischen Kern der Ausstellung...

 

"Der Westen leuchtet"

Termin: 10. Juli bis 24. Oktober, Kunstmuseum Bonn. Der Katalog erscheint bei Kerber und kostet an der Museumskasse 30 Euro, im Buchhandel 49,95 Euro.

http://www.kunstmuseum-bonn.de

 

 

Quelle: http://www.art-magazin.de/kunst/31362/der_westen_leuchtet_kunstmuseum_bonn

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